„gameON2025“ startet in Bamberg

Jugendliche entwickeln ein neues, digital-analoges Spiel

Ende Januar 2019 ist unter der Führung des Ratsvorsitzenden und Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke in der Europäischen Metropolregion Nürnberg der Startschuss für das regionale Spieleentwicklungsprojekt „gameON2025“ gefallen. Bamberg ist mit dabei. An mehreren Orten entwickeln Jugendliche und junge Erwachsene von Februar bis September 2019 unter professioneller Anleitung in Workshops digitale, ortsbasierte Spiele. „gameON2025“ ist ein Pilotprojekt in Zusammenhang mit der Bewerbung Nürnbergs um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“, an der die Metropolregion beteiligt ist und an der die Stadt Bamberg aktiv mitwirkt. OB Starke informierte sich im Jugendzentrum über die neue Initiative.

Die jungen Spieleentwickler (in weißen T-Shirts) testeten gemeinsam mit Oberbürgermeister Andreas Starke und weiteren Interessierten die App „gameON2025“.
Fotonachweis: Stadtarchiv Bamberg/Sonja Seufferth

Dieses Projekt ist nicht alltäglich – wie oft denkt man sich schließlich ein eigenes Spiel aus und setzt dieses auch tatsächlich um? In Bamberg luden Jan Ammensdörfer von der Jugendarbeit Bamberg/iSo e.V., unterstützt von Gudrun Lange und Wiebke Zetzsche vom Kulturamt der Stadt Bamberg, dazu ein. Sieben jugendliche Entwickler verknüpften ihr Spiel mit besonderen, von ihnen selbst bestimmten Orten in ihrer Stadt. Die Teilnehmenden der Workshops lernten an insgesamt sechs Tagen Grundlagen des Game-Designs und der Spieleentwicklung kennen. Begleitet wurde dieser Lernprozess von Christoph Deeg, einem Experten, unter anderem auf dem Gebiet von Spielmechaniken in realen Kontexten. Das Spiel mit dem Titel „Mysterium des Unbekannten – das Geheimnis von Bamberg“ wurde Mitte Juni finalisiert. Es wurde nun vor Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Medienpädagogik, Tourismus und Bildung im Jugendzentrum Bamberg der Öffentlichkeit präsentiert. Oberbürgermeister Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg, ist das Projekt eine echte Herzensangelegenheit: „Es zeigt, mit wie viel Motivation und Leidenschaft hier gearbeitet wurde. Die Jugendlichen haben sich nicht nur damit beschäftigt, wie man ein Spiel entwickelt. Sie haben sich auch Rätsel überlegt, die Bamberger Innenstadt erforscht und stundenlang programmiert. Vielen Dank für all die Arbeit, die sicherlich auch Spaß gemacht hat“, so der Oberbürgermeister.

Eine Gruppe von jungen Testerinnen und Testern begab sich dann auch, zusammen mit Andreas Starke, in die digital-analogen Spielwelten: Ein Spiel, geprägt von phantasiereichen Rätseln, kniffligen Aufgaben und der Lust, die Bamberger Innenstadt aus neuen Perspektiven zu entdecken. Die Spielentwicklerinnen und Spieleentwickler freuen sich über das positive Feedback der Testerinnen und Tester und können es kaum erwarten, dass ihre digitale Schöpfung ab sofort für alle zugänglich ist: Die App „gameON2025“ kann in jedem App-Store kostenlos herunter geladen werden. Das Bamberger Spiel kann mit dieser Anwendung jederzeit über das Einscannen des entsprechenden QR-Codes gestartet werden (zu finden auf www.ks-bam.de). Neben dem Spiel aus Bamberg kann man sich ebenfalls auf kreative Spielideen aus Nürnberg, Erlangen, Fürth, Schwabach, Bayreuth und dem Landkreis Roth freuen. So viel lässt sich schon vorab verraten: Die zunehmende mysteriöse Energie in Bamberg wird ganz zentral für das Spielvergnügen sein.

Bei den Spielen, die im Zuge des Projekts „gameON2025“ entstehen, handelt es sich um sogenannte local based games, also ortsbasierte Spiele. Junge Menschen beschäftigen sich mit ihrer Stadt, entwickeln Spielideen und setzen diese um. Die digitalen Spiele werden bis Herbst 2019 fertiggestellt – jede und jeder kann sie dann nach der Veröffentlichung kostenfrei herunterladen, selbst spielen und dabei Orte neu entdecken und erleben. Der Gedanke des Miteinanders ist zentral für „gameON2025“: Die Spiele werden partizipativ entwickelt.